Herz von Medina
Die Prophetenmoschee in Medina
Bald nach seiner Ankunft in Medina errichtete Mohammad eine schlichte Moschee aus Palmstämmen und -wedeln. Sie diente als Gebetsstätte, als Gemeinschaftszentrum und als sein Zuhause, mit kleinen Kammern für seine Familie an einer Seite. Heute ist die stark erweiterte Moschee eine der heiligsten Stätten des Islam.
Ihr Ursprung und Zweck
Der Bau der Moschee war eine der ersten Handlungen des Propheten in Medina im Jahr 1 AH (622 n. Chr.). Das ursprüngliche Bauwerk war bescheiden — ein offener Innenhof mit Mauern aus Lehmziegeln und einem Dach aus Palmwedeln. Sie diente nicht nur dem Gottesdienst: Sie war Ort des Lehrens, gemeinschaftlicher Entscheidungen und des Empfangs von Besuchern.
Der ursprüngliche Aufbau
- Die Qibla-Wand
- Die nach Mekka gerichtete Wand, zu der hin die Gemeinde betete.
- Die Minbar
- Die Kanzel, von der aus der Prophet Predigten hielt.
- Die Kammern
- Kleine Räume für die Familie des Propheten, darunter Sauda, Aischa, Hafsa und andere, entlang der Ostseite errichtet.
- Die Tore
- Mehrere Eingänge, von denen zwei mit seinen engen Gefährten Abu Bakr und Ali verbunden waren.
Die Rauda
Mohammad wurde in der Kammer seiner Frau Aischa bestattet, die heute innerhalb der Moschee liegt. Die Stätte wurde über die Jahrhunderte viele Male neu gebaut und vergrößert und kann heute Hunderttausende von Betenden aufnehmen.
Häufige Fragen
Was ist die Rauda?
Die Rauda ist der Bereich zwischen dem früheren Haus des Propheten und seiner Kanzel innerhalb der Moschee in Medina. Auf Grundlage seines Ausspruchs, dass sie „ein Garten von den Gärten des Paradieses“ sei, halten Muslime sie für besonders heilig und versuchen, beim Besuch dort zu beten.
Wo ist Mohammad begraben?
Er ist in Medina begraben, in der Kammer seiner Frau Aischa, die heute innerhalb der Prophetenmoschee eingeschlossen ist. Die grüne Kuppel über diesem Bereich ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der islamischen Welt.
War die erste Moschee prächtig?
Nein. Die ursprüngliche Moschee war bewusst schlicht — ein offener Innenhof mit Mauern aus Lehmziegeln und einem Dach aus Palmwedeln. Ihre Bescheidenheit spiegelte die frühen Umstände der Gemeinschaft wider. Jahrhunderte der Erweiterung haben sie seither zu einer der größten Moscheen der Welt gemacht.